Körperarbeit

Dort, wo das Bewusstsein des Klienten die eigenen Gefühle nicht mehr erreichen kann, weil z. B. die Verdrängung zu weit fortgeschritten ist oder das Trauma vor dem Erinnerungsvermögen, also dem zweiten bis dritten Lebensjahr liegt, wird auf das Spürbewusstsein zurückgegriffen. Unser Körper birgt ein Wissen darüber in sich, was wir als Kind erlebt haben, welche Entbehrungen, Enttäuschungen und Opfer wir auf uns genommen haben, was wir heute vermissen, weil wir es früher nicht erfahren konnten und was wir brauchen, um wieder gesund zu werden.

Im Hinhören auf Körpersignale wird das Körper- und Spürbewusstsein geschult und die Stimmigkeit von Körperwahrnehmung und Körperausdruck hergestellt. Im Spürbewusstsein liegt der Zugang zu unseren Selbsterhaltungs- und Selbstheilungskräften. Gefühle können über das Nachspüren der Körperreaktionen detaillierter wahrgenommen und sprachlich besser abgeglichen werden.

Über die Körperarbeit lässt sich die Lebens- und Leidensgeschichte des Klienten aus einer neuen Perspektive erfahren. Hier zeigt sich, welche Auslöser zu Körperreaktionen führen und welche Konsequenzen der Klient aus seinen Körpersignalen zieht.

+Ziele

• Das Wiederherstellen und Stärken des Körperkontaktes.
• Das Reaktivieren der Selbsterhaltungs- und Selbstheilungskräfte.

+zentrale Fragen

• Was sind die Auslöser für körperliche Reaktionen?
• Welche Konsequenzen zieht der Klient aus diesen Signalen?

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